Keyvisual-Sessions
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Trainings der School of Collaboration


Wir bieten zielorientierte Trainings zum Thema Zusammenarbeit an. Unsere Trainings unterscheiden sich dabei hauptsächlich in der Intensität für den Teilnehmer: Von einer breiten sachlichen Übersicht bis hin zur tiefen Auseinandersetzung mit sich selbst.

 

Für größere Gruppen oder Teams bieten wir auf Anfrage auch Sondertermine oder Schulungen vor Ort an.

 

 

Für wen das ist


Wir suchen Menschen, die gerne im Team arbeiten und die bereit sind, sich kritisch zu hinterfragen und zu verändern. Wir wollen raus aus der Komfortzone, hin zu mehr konstruktiver Konfliktbereitschaft. Wir qualifizieren und engagieren uns als Berater, Coaches und Lehrer.

 

Uns interessieren Unternehmen und Organisationen, die sich zu mehr offenen, agilen und selbstorganisierten Organisationsformen wandeln wollen; für die Selbstführung, Scrum/Agile und Change Management keine Fremdwörter sind.

Was wir wollen


Wir wollen mit anderen Interessierten zusammen an Themen für Teams arbeiten. Logisch. Alle, die mithelfen möchten, sind daher sehr willkommen. Sprich uns einfach per e-mail, Kommentar auf dieser Website oder persönlicher Nachricht über unsere öffentlichen Profile auf XING & Co. an. Wir suchen Mitstreiterinnen und Mitstreiter in vielen Bereichen:

 

Menschen die sich mit unseren Kernthemen beschäftigen
z.B. Kollaboration, Zusammenarbeit, Teams, Partizipation, Kommunikation, Soziologie, Gruppendynamik, Ausbildung, Trainings, Wissensvermittlung, Coaching, angewandte Forschung, Organisationsentwicklung, Beratung, neue Formen der Zusammenarbeit usw.

 

Menschen die in unseren Projekten helfen wollen
z.B. Hardware- und Softwareentwicklung (aktuell: Projekt “Meetingtimer”), Design, Texte, Blogartikel (aktuell: Diese Website und “Mini-Trainings”), Beratung verschiedener Teams und Organisationen, Entwicklung von Tools für Teams (neue Ideen) usw.

 

Menschen die mit uns wachsen wollen
z.B. durch Kollegiale Beratung, interne Trainings, Arbeiten nach neuen Prinzipien sowie Forschung zu den Kernbereichen des Vereins.

 

Wer später Mitglied werden möchte, kann das hiermit auch gerne tun.

Wer wir sind


Wir sind eine Schule, weil wir voneinander lernen wollen. Alles dreht sich um den Erwerb und die Vermittlung von Wissen und Können. Wir verstehen uns als Living Lab, als Ort des Ausprobierens und des Erforschens, des Erfahrens und Erfindens.

Als Gründer der School of Collaboration (#scoll) stehen wir, Andreas Wichmann und Jürgen Neumann, für den Beginn der Idee. Seit 2005 haben wir uns gemeinsam mit Themen auseinandergesetzt, die uns verbinden: Etwas “machen”, das Leben mit anderen und für andere gestalten, die Philosophie der Gruppenarbeit, Prozesse, Design. Lange habe wir nach dem passenden Rahmen für unsere Ideen gesucht und vieles ausprobiert, bis wir Anfang 2015 gemeinsam mit Michael Rouba und Sandra Menke den Verein gegründet haben.

Seit dem haben wir mit unterschiedlichen Menschen zusammengearbeitet und uns ausgetauscht – einige davon sind inzwischen Mitglieder geworden …

Wie weit wir sind


Wir sind seit 2015 voll dabei – aber wünschten uns, alles ginge etwas schneller 😉 Auf der anderen Seite wissen wir, dass persönliches Wachstum seine Zeit braucht und stoßen hier auch immer wieder an die Grenzen unserer Fähigkeiten.


Zukunft
Wir wollen unsere Ideen in der Praxis testen und verbessern:

  • Einsatz von Team Tools
  • Beginnender Feldtest für Meetingtimer Version 2
  • Durchführung von Ausbildungen (z.B. Teamtrainings)


Gegenwart

Wir haben aktuell einige unserer Ideen in der Endphase der Entwicklung. Erste Tests der Konzepte und Tools nutzen wir derzeit zur Optimierung:

  • Praktische Unterstützung und Begleitung von mehreren Teams
  • Praxiseinsatz erster Mini-Trainings
  • Begleitung von Organisationen (z.B. Teamorganisation)
  • Durchführung einer Studie zum Einsatz eines Feedback Tools


Vergangenheit

Wir haben uns vor allem viel damit beschäftigt, unsere Kernthemen schärfer zu formulieren, einen guten Ansatz für unsere eigene Zusammenarbeit zu finden und erste Ideen in die Praxis umzusetzen:

Soft Skills sind die neuen Hard Skills


„Die vergangenen Jahrzehnte haben einer ganz bestimmten Sorte Mensch mit einer ganz bestimmten Denkweise gehört – Computerprogrammierern, die Codes schreiben, Rechtsanwälten, die Verträge aufsetzen, und MBAs, die Zahlenkolonnen analysieren konnten. Die Zukunft gehört einer anderen Sorte Mensch mit anderer Denkweise: Gestaltern und Empathikern, Mustererkennern und Sinnstiftern.“[1]

 

Daniel Pink beschreibt hier, was wir seit einigen Jahren in einer globalisierten, digitalisierten, immer komplexeren Wirtschaft bereits erleben: Alles, was in anderen Ländern billiger erledigt werden kann, wird auch dort erstellt. Menschen in Asien können genauso gut, nur preiswerter als Deutsche, programmieren und rechnen. Ergo: IQ-abhängige Tätigkeiten sind heutzutage einfach zu ersetzen. Nicht so einfach zu ersetzen sind solche, für die Empathie oder originelle gedankliche Kombinatorik nötig sind.

 

Denn new work verlangt andere Kompetenzen als sie die industrielle Wissensgesellschaft hervorbringt. Gefragt ist der ganze Mensch. Gefragt ist die Fähigkeit, mit anderen Menschen in ganzheitlicher Art zusammenzuarbeiten. Das bedarf der Bereitschaft, sie in ihrer Besonderheit wahrzunehmen und sie so sein zu lassen, wie sie sind. Es erfordert das ständige Bemühen, ihre Sicht der Dinge zu verstehen und diese als Bereicherung anzuerkennen. Auch dann, wenn man sie für falsch hält; ebenso den Mut, Konflikte auszutragen oder Differenzen auszuhalten und dabei immer wieder um eine gute persönliche Beziehung zu ringen. Und nicht zuletzt das Vertrauen, sich im Prozess der Kollaboration mit anderen immer wieder zu öffnen und infrage zu stellen. Die Latte liegt also hoch.

 

Um neue Ideen und Lösungen für die Zukunft der Menschheit zu finden oder solche, die das Leben erleichtern und angenehmer machen, brauchen wir mehr Kreativität und kontextuelles Denken, mehr emotionale Kompetenzen und Selbststeuerung, mehr Flexibilität und Kollaboration – die Hard Skills der Zukunft. Dieser Paradigmenwechsel muss ins Bewusstsein der Führungsetagen vordringen, wenn wir international mithalten wollen. Und das ist bei weitem noch nicht der Fall. Das bewährte Muster, linear, sachlogisch und analytisch denkende Mitarbeiter*innen einzustellen, herrscht in den Ausschreibungen weiterhin vor.

 

Die Fähigkeit zur Kollaboration wird nicht verlangt. Vielmehr ist der Spaß daran ein nice to have: „Spaß an der Arbeit in internationalen Teams.“ Reinhard Sprenger sagt dazu: “Wichtig als Kriterium ist die Passung! Unter dem Vorrang der Zusammenarbeit sollten sie keine Leute einstellen, die fachlich gut sind, aber nicht teamfähig. Warum? Fachliches kann man lernen – Zusammenarbeit kaum. Daher gilt: Hire for attitude, train for skills.“[2] Der These ist zuzustimmen, mit der Einschränkung, dass die innere Haltung sehr wohl veränderbar ist. Voraussetzung dafür: Mensch muss wollen.

 

Leider bereiten die verschulten Bachelorstudiengänge heute mehr denn je Träger von Faktenwissen vor. „Soft Skills“ gelten nach wie vor als netter Zusatz oder werden – wenn  überhaupt angeboten – völlig kontraproduktiv in Klausuren oder Präsentationen geprüft und mit Punkten benotet, als ob es sich hierbei um auswendig erlernbare Fakten handele. Auch die Schule ist heutzutage weit davon entfernt, zukunftsorientierte Fähigkeiten zu vermitteln.

 

Wie können die oben genannten Skills erlernt werden? Oder: Können sie überhaupt erlernt werden?

 

Die gute Antwort ist: Ja, bis zu einem gewissen Maß kann Mensch diese Fähigkeiten erlernen. Vorausgesetzt, der Wille dazu ist individuell und organisational vorhanden. Förderlich ist, wenn bereits im Kindesalter Räume für Kollaboration, Kreativität und Selbststeuerung angeboten und die Erfahrungen damit reflektiert werden.

 

Wissensvermittlung allein reicht nicht. Die pädagogische Aufgabe – gerade mit erwachsenen Lernenden – besteht vielmehr darin, herausfordernde Lernumgebungen und -settings zu schaffen, in denen immer wieder die Komfortzone verlassen werden muss. Ebenso ist der Lernprozess durch gezielte Aufgaben zu steuern und beobachtend zu begleiten und des Weiteren ist für die Dokumentation der Erkenntnisse und Erfahrungen – Irrtümer eingeschlossen – zu sorgen.

 

Ein Buch, ein Seminar oder ein Workshop können nur ein Impuls sein, sich Fähigkeiten für Kollaboration anzueignen. Das eigentliche Lernen beginnt erst danach: durch individuelles, bewusstes Nutzen bestimmter Erkenntnisse, durch redundantes Immer-wieder-Tun, so wie zweimal täglich Zähneputzen. Das ist oft ein mühevoller Prozess, der sich aber immer – ja: immer – lohnt.

 


  • [1] Daniel Pink: Unsere kreative Zukunft. Warum und wie wir unser Rechtshirnpotenzial entwickeln müssen. 1. Aufl. 2008, S. 11
  • [2] Reinhard Sprenger: Radikal führen